Hochsommer und Lackieren? Mit den richtigen Tipps könnt Ihr gleich loslegen!

09.07.2019 10:00

Die Sommerzeit hält für die Autolackierung ganz besondere Herausforderungen bereit. Bei den jetzigen hohen Temperaturen und nicht selten der hohen oder niedrigen Luftfeuchtigkeit gibt es beim Lackieren einige Dinge zu beachten.


Wir haben euch einige Tipps zusammengestellt, die Ihr beachten solltet, um ein optimales Lackierergebnis zu erzielen.


1. Tipp: Wähle die richtige Härter-Verdünnungs-Kombination

Um 2K Lacke, egal, ob Klarlack oder Einschicht-Decklack, bei hohen Temperaturen richtig verarbeiten zu können, spielt hauptsächlich die Wahl des richtigen Härters und der Verdünnung eine Rolle. Das bedeutet, für einwandfreie Ergebnisse bei hohen Temperaturen solltest du mindestens einen 2K Härter normal und eine 2K Verdünnung normal wählen. Bei extrem hoher Temperatur kannst du auch einen 2K Härter lang verwenden. Weitere Infos zu Härter-Verdünnungs-Mischverhältnissen findest du in den technischen Datenblättern.
Grundsätzlich gilt zu beachten: Je höher die Temperatur, desto länger sollte auch die Ablüftzeit sein!


2. Tipp: Achte auf die Luftfeuchtigkeit!

Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn oft kann es im Sommer sehr schwül werden, was bedeutet, dass die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Bei Klarlacken kann diese hohe Luftfeuchtigkeit zu einem "Weißanlaufen" des Lackes führen. Nach einer guten Durchtrocknung der Lackschicht kann dieser Grauschleier allerdings wieder herauspoliert werden, was jedoch einen deutlichen Mehraufwand bedeutet. Im anderen Fall stellt eine zu heiße und trockene Umgebung ebenfalls eine Schwierigkeit beim Lackieren dar. Durch die heiße Außenluft trocknet der Lack bereits in der Luft und es bildet sich Sprühnebel, sodass der Lack nicht mehr optimal aufgenommen werden kann. Hierbei kann es zu Wolkenbildungen, also Unregelmäßigkeiten im Lack, kommen.


3. Tipp: Morgens Lackieren!

Im Sommer steigen die Temperaturen im Laufe des Tages immer weiter an. Besonders in Lackierkabinen entsteht dadurch ein nahezu tropisches Klima. Daher ist es empfehlenswert anspruchsvolle und große Lackierungen morgens, wenn es noch kühler ist, vorzunehmen. Dadurch wird es einfacher ein glänzendes Ergebnis zu erzielen, als bei einer stark erwärmten Fahrzeugaußenfläche!


4. Tipp: Trage ein Schweißband!

Solltest du auf einen Vollhauben-Schutz verzichten und stattdessen mit einem Atemschutz arbeiten, dann solltest du bei hohen Temperaturen unbedingt ein Stirnband tragen. Dadurch kannst du einfach und effektiv vorbeugen, dass die fast fertige Lackierung durch herabfallende Schweißtropfen ruiniert wird.


Wenn du diese Tipps beachtest steht einer erfolgreichen Lackierung nichts mehr im Weg.

Viel Freude beim Fahren! yes